Das CUBE-Projekt nimmt weiter Fahrt auf. Auf diesem Gelände in Dresden wird das weltweit erste Haus aus Carbonbeton errichtet. Die ausführenden Firmen haben die Baustelle Anfang Januar 2021 übernommen.
Auf diesem Gelände in Dresden wird das weltweit erste Haus aus Carbonbeton errichtet. Die ausführenden Firmen haben die Baustelle Anfang Januar 2021 übernommen. (Foto: TU Dresden)

CUBE-Projekt nimmt weiter Fahrt auf

14.01.2021

Pünktlich zum Auftakt des neuen Jahres haben am 8. Januar 2021 ausführende Firmen (ARGE) die Baustelle an der Ecke Zellescher Weg und Einsteinstraße in Dresden, dem Standort des Gebäudes aus Carbonbeton CUBE, übernommen.

Die ARGE besteht aus den Unternehmen Hentschke Bau GmbH aus Bautzen und bendl HTS Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG aus Sebnitz. Beide Betriebe stellen sich der einzigartigen Herausforderung, das weltweit erste Haus aus Carbonbeton zu bauen. Dabei wird gänzlich auf Stahlbeton verzichtet. Zum Einsatz kommen überwiegend mattenförmige Bewehrungen aus Carbon, sowie vereinzelt Bewehrungsstäbe aus Glass. Das 220 Quadratmeter große Gebäude vereint die Forschungsergebnisse aus dem Bauforschungsprojekt C³ – Carbon Concrete Composite e. V, die nun Anwendung in der Praxis finden und im Experimentalbau CUBE münden.

Der CUBE besteht aus zwei wesentlichen Elementen. Eins davon ist die quadratische Box mit einer großzügigen Fensterfront, die als zweigeschossiges Bauwerk u. a. drei Laborräume beinhaltet, die im Rahmen einer Langzeitüberwachung von etwa zehn Jahren messtechnisch überwacht werden.

Anhand der separat regulierbaren Raumklimata kann beispielsweise ein gezielter Vergleich von unterschiedlichen klimatischen Einwirkungen auf die Carbonbetonbauweise erfolgen. Das zweite Element besteht aus symmetrisch gegenüber angeordneten Schalen, den Dachflächen. Die Oberfläche der sogenannten Twist-Schalen wird mit einer speziell für das Projekt entwickelten Betonmischung in Sichtbetonqualität hergestellt. Während die Box halbautomatisch im Fertigteilwerk produziert wird, werden die Twist-Elemente direkt vor Ort an der Baustelle im Spritzbetonverfahren gefertigt.