200 Gäste aus dem In- und Ausland konnten zum 22. Internationalen Dresdner Leichtbausymposium am 14. und 15. Juni 2018 begrüßt werden.
200 Gäste aus dem In- und Ausland konnten zum 22. Internationalen Dresdner Leichtbausymposium am 14. und 15. Juni 2018 begrüßt werden. (Foto: A. Scheunert)

Dresden: Treff für Leichtbau-Experten aus aller Welt

11.07.2018

200 Experten aus dem In- und Ausland tauschten sich am 14. und 15. Juni 2018 auf dem 22. Internationalen Dresdner Leichtbausymposium zur zukünftigen Bedeutung des Systemleichtbaus aus. Das Partnerland Korea stand dabei im Blickpunkt der vielen Asien-interessierten Teilnehmer. Das Symposium selbst wurde flankiert von einem erfolgreichen B2B-Matchmaking koreanischer und deutscher Industrien im Rahmen der jährlichen Projektschau des Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden.

In seiner Begrüßung wies der Rektor der TU Dresden, Prof. Hans Müller-Steinhagen, auf den großen Beitrag des ILK zu Dresdens Ruf als Hauptstadt der Material- und Werkstoffwissenschaften hin. Das Institut gilt als ein enormer Innovationstreiber und ist wesentlicher Bestandteil und Gestalter im Dresdner Exzellenz-Forschungsverbund. Der Botschafter der Republik Korea, Dr. Bum Goo Jong, stellte die besonderen Beziehungen zwischen beiden Ländern in den Mittelpunkt seines Grußwortes. Korea und Deutschland sind starke Wirtschaftsnationen mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Export von Hightech-Produkten. Um diese Position nachhaltig zu sichern, sind technologische Spitzenplätze in Forschung und Entwicklung erforderlich. Die vierte industrielle Revolution, aufbauend auf neuen Materialien, Werkstoffen und Werkstoffsystemen ist daher in der Wirtschaftsstrategie der Republik Korea fest verankert.

Der Botschafter der Republik Korea, Dr. Bum Goo Jong, richtet ein Grußwort an die Gäste des 22. Internationalen Dresdner Leichtbausymposiums. Prof. Hubert Jäger, Sprecher des ILK-Vorstandes eröffnete das Symposium.

Links: Der Botschafter der Republik Korea, Dr. Bum Goo Jong, richtet ein Grußwort an die Gäste des 22. Internationalen Dresdner Leichtbausymposiums.
Rechts: Prof. Hubert Jäger, Sprecher des ILK-Vorstandes eröffnete das Symposium.
(Fotos: A. Scheunert)

Mit der Republik Korea verbindet die Wissenschaftsstadt Dresden eine lange, intensive und auf vielen Ebenen mittlerweile freundschaftliche Partnerschaft. Ein aktuelles  Beispiel für die engen Beziehungen des ILK mit Korea ist etwa das Korea-Germany Materials Center (KGMC), welches Ende 2017 mit dem Fraunhofer IKTS und dem Korea Institute of Materials Science (KIMS) in Changwon eröffnet wurde, erklärte ILK-Vorstandssprecher Prof. Hubert Jäger. Deutsche und koreanische Wissenschaftler entwickeln dort gemeinsam neue Werkstoffsysteme, Fertigungsverfahren, angepasste Auslegungsmethoden sowie Prüf- und Validierungsverfahren im Themenfeld „Funktionsintegrativer Systemleichtbau in Multi-Material-Design“. „Mit dem ‚InDeKo Innovationszentrum Deutschland Korea – The Korean-German Innovation Hub’ unterstützen wir überdies eine Plattform, die koreanische und deutsche Wissenschaftler und Unternehmen auf allen innovationsrelevanten Feldern zusammenzuführt. Im Dezember eröffnen wir zudem das Koreanisch-Deutsche Technologiezentrum in Dresden. Eine feste Basis für einen intensiven und fruchtbringenden Austausch mittels weiterer transferorientierter Technologieprojekte ist damit geschaffen“, erklärte Prof. Jäger.

Das 22. Internationale Dresdner Leichtbausymposium spiegelte strategisch und operative Trends und Entwicklungen auf dem Gebiet neuartiger Werkstoffe, Technologien und Systeme wider. Ausgewählte Industrievertreter und Wissenschaftler stellten ihre Lösungsansätze zu den Themenfeldern Digitalisierung, Urbanisierung, Mobilität und Ressourcenverfügbarkeit zur Diskussion. Als Treiber kommender Materialinnovationen erweitern bei Hybridwerkstoffen zukünftig auch Aluminium, Titan und Magnesium das Marktportfolio.